testament
will nicht begraben werden in dem ort wo ich geboren und aufgewachsen bin.will vergessen das tössfelder arbeiterquartier mit seinen fabriken rundum
die nicht mehr stehen die nur noch lofts sind für die die schon immer besser waren als all die anderen
will nicht begraben werden in meinen erinnerungen an meine schlechten träume
an die zeiten des rumhängens vor dem salmen oder dem widder an die zeit im knast
an das verlieren des herzens während ein paar nächten und an einen schwarzen hund
das einzige was übrig blieb an jenem morgen
will wirklich nicht begraben werden in diesem stück erde ein haufen asche in einer urne
schwarz wie der rock des pfaffen der die letzte rede hält auf mein leben und dem das eigentlich
scheiss egal ist was ich war was ich getan habe und was ich nie sein wollte
da will ich wirklich nicht begraben sein
oben im jura im felsen verstreut will ich sein oder im wasser des doubs irgendwo da im schatten
der grenze zum nirgendwo da möcht ich bleiben den rest der zeit